Roadtrip – Neuseeland Nordinsel


Because when you stop and look around this life is pretty amazing.


116 Tage unterwegs – und dann kommt die beste Freundin, die ihren Flug nach Neuseeland schon vor einem selbst gebucht hatte, einen auf der anderen Seite der Welt besuchen.


INHALT

  • Planung / Vorbereitung
  • Route
  • Aktivitäten / Sehenswürdigkeiten
  • Weihnachten und Silvester

Planung und Vorbereitung

Unseren kleinen Campervan „Delek“ haben wir über http://www.camperboerse.de gemietet. Für Delek + All-Inclusive Paket bezahlten wir für 23 Tage insgesamt 1.551,95€ was im Nachhinein gesehen relativ teuer ist und auf jeden Fall auch günstiger möglich ist. Für die Routenplanung haben wir uns zunächst alle Orte und Sehenswürdigkeiten rausgeschrieben, die für uns interessant klangen. Ich male mir dann immer eine Skizze auf und kennzeichne die jeweiligen Orte auf der Karte, um zu sehen wie es am sinnvollsten wäre zu fahren. Dann wird bei den einzelnen Orten geschaut, was man dort machen kann, wie viel Zeit man circa benötigen würde und so entsteht dann eine grobe Route und Zeiteinteilung, die im Nachhinein natürlich noch verfeinert wird und auch immer noch Möglichkeit für Spontanität bietet. Nützliche Apps für die Planung und unterwegs: Campermate, Rankers Camping NZ, Maps.me


Route:

Zeitraum: 20.12.2019 bis 10.01.2020

Auckland – Te Arai – Matapouri – Paihia – Cape Reinga – 90 Mile Beach – Tinopai – Hahei – Rotorua – Gisborne – Taupo – Castlepoint – Wellington – Egmont National Park – Waitomo – Auckland


Aktivitäten / Sehenswürdigkeiten

Surfstunde

Für den ersten Tag buchten wir uns eine Surfstunde in Te Arai mit der Aotearoa Surf School. Durch Trockenübungen an Land lernten wir zunächst, wie man richtig liegt, paddelt und letztendlich aufsteht. Dann ging es ins Wasser und wir konnten die zuvor gelernten Dinge direkt ausprobieren. Zwei Stunden lang übten wir in den Wellen und beendeten die Surfstunde dann mit einer Dusche im Freien und einer menge Muskelkater. (Preis für 2 Personen + Fotos: $207.28)

Bootstour Bay of Islands

In Paihia, Bay of Islands, welche aus 144 Inseln besteht, machten wir eine 5-stündige Bootstour mit Sea Shuttle Bay of Islands. Um 10 Uhr morgens ging es los zu unserem ersten Inselstopp auf Motuarohia Island, wo wir einen kleinen Hike zu einem Lookout machten und dann alle gemeinsam mit Tee, Kaffee und Biscuits in den Tag starteten. Weiter ging es dann zu unserem nächsten Inselstopp, leider weiß ich den Namen der Insel nicht mehr. Wir hatten Zeit zu schnorcheln, zu sonnen oder uns im Stand-up paddling zu probieren. Außerdem hatten wir die Gelegenheit Seeigel frisch aus dem Meer zu probieren und während der Bootstour viel über die Geschichte der Inseln zu lernen. P.S. Hier hat Franzi sich das erste mal ordentlich verbrannt :D!

Haruru Falls

Etwa 5 Minuten von Paihia befinden sich die Haruru Falls. Haruru ist Maori und bedeutet „big noise“, wenn es dort stark regnet sind die Wasserfälle nämlich sehr laut. Wir haben dort nur einen kleinen Stopp eingelegt.

Cape Reinga

Auch bekannt als der nördlichste Punkt Neuseelands, wo zwei Meere, der pazifische Ozean und die Tasmansee, aufeinander treffen. Vom Parkplatz führt ein Weg runter zu einem schönen Leuchtturm.

Te Paki Sand Dunes

Nördlich vom 90 Mile Beach findet man die 150m hohen Sanddünen. Hier haben wir uns Sandboards ausgeliehen. Der Weg nach oben war anstrengender als gedacht, aber es lohnt sich, denn mit dem Sandboard wieder runter zu düsen macht unglaublich viel Spaß.

Waipoua Kauri Forest

An der Westküste befindet sich der berühmte Waipoua Forest, welcher das Zuhause des Tane Mahuta, dem größten Kauri Baum des Landes ist. Der Tane Mahuta ist um die 2000 Jahre alt und wird auch als „The Lord of the Forest“ bezeichnet.

Piha & Karekare Falls

In Piha haben wir uns den schwarzen Sandstrand angeguckt, von dem wir aber nicht wirklich überzeugt waren. Der Strand soll allerdings gute Bedingungen für Surfer bieten. Vom Strand aus sind wir dann zu den Karekare Falls gefahren, die man über einen 5 Minuten Track erreicht.

Cathedral Cove

In Hahei parkt man auf dem Besucher Parkplatz und fährt dann mit einem Shuttle Bus zum Start des 2,5km langen Tracks zur Cathedral Cove, einem aus der Natur geformten Tor. Wir haben den Tag dort am Strand entspannt. (Preis für den Shuttle hin und zurück: $5)

Mount Maunganui

232m hoch ist der erloschene Vulkan in Tauranga, Bay of Plenty. Hier gibt es mehrere verschiedene Tracks, wir liefen links herum und dann hoch zum Summit, von wo aus man eine 360 grad Aussicht über Bay of Plenty hat. Dann ging es auf der anderen Seite runter zum Strand, welcher zu den schönsten Stränden Neuseelands gehört. Die Parkplatzsuche in Tauranga kann sich allerdings als richtige Challenge darstellen.

Rotorua

Rotorua ist bekannt für die geothermale Aktivität und der Maori Kultur. Hier waren wir auf einem Wasserall raften, welcher 7m hoch und der höchste kommerziell raftbare Wasserfall der Welt ist. (Preis pro Person: $95) Außerdem besuchten wir Wai-O-Tapu, eines der spektakulärsten Geothermalgebiete in Neuseeland mit dem berühmten Champagne Pool. (Eintritt pro Person: $32.50) Unsere letzte Aktivität in Rotorua war der Besuch im Mitai Maori Village. Hier wurden wir von unserer Unterkunft abgeholt und hatten dann zunächst ein traditionelles hangi Dinner (Mahlzeit aus dem Erdofen) bevor wir eine kleine Tour durchs Dorf machten. Wir lernten dort viel über die Maori Kultur, die Einheimischen Pflanzen und bewunderten eine heilige Quelle, Glühwürmchen und Aale. (Preis pro Person: $123)

Rhythm & Vines

Das größte Festival in Neuseeland und das erste Festival der Welt, welches den ersten Sonnenaufgang im neuen Jahr begrüßt. Um ins neue Jahr zu feiern fuhren wir also nach Gisborne und verbrachten den 31. Dezember auf Rhythm & Vines, wo wir einige Neuseeländische Künstler zu sehen bekamen. Witzig war auf jeden Fall, dass die den Countdown zum Neujahr vermasselt haben – „You had one job..“ (Ticketpreis: $140)

Taupo

Das Jahr 2020 begann für uns mit der Fahrt zum schönen Lake Taupo, wo wir einige Tage verbrachten. Von hier aus machten wir das Tongariro Alpine Crossing, einer der beliebtesten Hikes in Neuseeland mit wunderschönen Aussichten. Franzi hatte hier ganz besonders viel Spaß, da sie Verbrennungen 2. Grades auf ihren Füßen hatte, haha – niemals die Sonne in Neuseeland unterschätzen. (Preis Shuttle: $70) Ein weiteres Erlebnis war Jetboot fahren bei den Huka Falls. Hier haben Franzi und ich uns einige Male die Köpfe aneinander geknallt und wurden deswegen vom Bootsfahrer ausgelacht. 220.000 Liter Wasser fließen den 11m hohen Wasserfall pro Sekunde herunter, was ziemlich beeindruckt ist und enorme Power zeigt. (Preis Jetboot: $139)

Castlepoint Lighthouse

Von Lake Taupo ging es für eine Nacht wieder an die Westküste zum Castlepoint, wo sich der höchste Leuchtturm (52m über dem Meeresspiegel) der Nordinsel Neuseelands befindet und unter anderem auch einer der letzten beiden Leuchttürme mit einem rotierenden Licht in Neuseeland ist. Ansonsten ist in dem kleinen Ort nicht sehr viel zu sehen.

Cape Palliser

Auf dem Weg nach Wellington legten wir einen Stopp beim Cape Palliser ein, um die größte Robbenkolonie der Nordinsel Neuseelands zu sehen. Auch ein Leuchtturm befindet sich hier, aber wir waren zu faul die 253 Stufen hoch zu laufen.

Wellington

Einen wunderschönen Tag verbrachten wir in Wellington, wo wir erstmal unser Matching Best Friend Tattoo bekamen und uns dann die Stadt anschauten. Eine Fahrt mit dem Cable Car war natürlich auch ein Muss und die Aussicht von oben lohnte sich. Auch dem Wellington Museum statteten wir einen Besuch ab. (Preis Cable Car: $9)

Egmont National Park

Im Egmont National Park befindet sich Mount Taranaki, welcher der perfekt geformteste Vulkan hier ist. Leider hatten wir hier nicht so Glück mit dem Wetter und auch der Rauch der Australischen Buschfeuer war hier deutlich zu sehen.

Three Sisters & Elephant Rock

Hier war unser letzter Stopp auf dem Weg zurück nach Auckland. Die Three Sisters sind 25m hohe Steinformationen und waren ursprünglich mal vier. Der Elephant Rock ist eine Steinformation, die, wer hätte es gedacht, an einen Elefanten erinnert. Um zu den Steinformationen zu kommen, wo unter anderem auch Höhlen sind, muss allerdings Ebbe sein.


Weihnachten und Silvester auf der anderen Seite der Welt

Weihnachten und Silvester am Strand, im Sommer, auf der anderen Seite der Welt ohne die Familie – ein total ungewöhnliches Erlebnis für uns. Unser Weihnachtsessen waren Chicken Nuggets mit Reis und Radler, irgendwo auf einem Campingplatz in Tinopai. Geschenke gab es natürlich, eine Kleinigkeit für Franzi als Andenken an unseren Trip und ein süßes Fußbändchen passend zu meiner Mondkette für mich. Mama gab Franzi auch noch etwas für mich mit – ein Alpaka Pullover haha! Ehrlich gesagt, so wirklich wie Weihnachten hat es sich nicht angefühlt, vor allem als wir dann bei Cathedral Cove am Strand lagen und uns gesonnt haben. Auch Silvester war ein ganz komisches Gefühl – ein Festival im Sommer als Silvesterparty, verrückt!? Es war auf jeden Fall ein cooles Erlebnis, aber es geht natürlich nichts über das klassische Weihnachten, wie man es von Zuhause kennt.


Ein unvergesslicher Roadtrip mit meiner besten Freundin auf der Nordinsel von Neuseeland mit jeder Menge Spaß, einmaligen Erlebnissen und unbeschreiblich vielen Eindrücken.


Danke fürs lesen!

Eure Jenny.

Ein Kommentar zu „Roadtrip – Neuseeland Nordinsel

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